Iranische Zentralbank verlangt verpflichtenden Verkauf von Kryptowährungen von Minern

Iranische Zentralbank verlangt verpflichtenden Verkauf von Kryptowährungen von Minern

Seit Anfang 2025 hat die iranische Zentralbank eine neue Regelung durchgesetzt, die jeden Kryptominer im Land zwingt, einen Teil seiner开采 an die staatliche Bank abzugeben. Es geht nicht mehr um das Recht, Bitcoin zu schürfen - es geht um die Pflicht, einen Teil davon abzuliefern. Diese Maßnahme ist kein Zufall, sondern ein strategischer Schritt, um die wirtschaftliche Isolation des Landes zu kompensieren. Die Zentralbank hat die Kontrolle über den gesamten Krypto-Sektor übernommen. Jeder, der in Iran Mining betreibt, muss eine Lizenz haben. Und diese Lizenz kommt mit einer Bedingung: Miner müssen 30 % ihrer täglichen开采 an die Zentralbank verkaufen.

Warum verlangt Iran das?

Iran leidet unter massiven Wirtschaftssanktionen. Der Rial ist seit Jahren im freien Fall. Die Bevölkerung greift immer öfter zu Kryptowährungen, um ihre Ersparnisse zu schützen. Doch der Staat will nicht, dass das Geld aus dem Land fließt. Stattdessen will er es kontrollieren. Deshalb hat er Mining nicht verboten - sondern umgekehrt gefördert. Iran hat die billigste Elektrizität der Welt. Das zieht Miner an. Die Regierung hat erkannt: Wer schürft, der verdient. Und wer verdient, der kann dem Staat helfen - wenn man ihn zwingt.

Die Zentralbank hat sich zum einzigen zuständigen Organ für Kryptowährungen erklärt. Alles, was mit Bitcoin, Ethereum oder anderen Coins zu tun hat, muss über sie laufen. Das bedeutet: Kein Mining ohne Lizenz. Keine Hardware ohne Registrierung. Und kein Gewinn ohne Abgabe. Die Miner müssen ihre Rechenzentren melden, ihre Stromverbräuche dokumentieren und ihre开采-Protokolle täglich an die Zentralbank senden. Wer das nicht tut, der bekommt keine Stromzuteilung mehr. Und das ist das Ende.

Wie funktioniert der Pflichtverkauf?

Es ist kein freiwilliger Verkauf. Es ist eine Pflicht. Jeder lizenzierte Miner muss jeden Tag 30 % seiner开采 an die Zentralbank abliefern. Die Bank zahlt dafür in Rial - aber nicht zum Marktpreis. Sie zahlt einen festgelegten Preis, der unter dem Marktwert liegt. Das ist kein fairer Handel. Das ist eine indirekte Steuer. Ein Miner, der 10 Bitcoin pro Tag schürft, muss 3 Bitcoin abgeben. Die Zentralbank verkauft diese dann auf internationalen Märkten - und behält den Gewinn.

Warum nicht einfach in Dollar? Weil das nicht geht. Die USA blockieren jede Transaktion mit iranischen Banken. Also nutzt die Zentralbank die Kryptowährung als Brücke. Sie kauft die Coins günstig von den Minern, hält sie in ihren digitalen Brieftaschen und verkauft sie später an ausländische Händler, die bereit sind, sie gegen Gold, Öl oder andere Waren zu tauschen. So umgeht der Staat die Sanktionen. Und die Miner? Sie bekommen Rial. Rial, das jeden Tag weniger wert ist. Aber sie haben keine Wahl.

Wer profitiert wirklich?

Nicht die kleinen Miner. Nicht die Familien, die ein paar ASICs im Keller laufen haben. Die haben es schwer. Sie müssen ihre Geräte anmelden, ihre Stromrechnungen vorlegen, ihre Hash-Raten melden. Und dann müssen sie 30 % abgeben. Die Gewinne schmelzen. Viele haben aufgehört. Die große Mehrheit der Mining-Operationen in Iran wird heute von staatlich kontrollierten Einheiten betrieben - besonders von der Revolutionsgarde (IRGC). Sie haben Zugang zu eigenen Kraftwerken, zu bevorzugter Stromversorgung und zu staatlichen Krediten. Sie schürfen nicht für den Markt. Sie schürfen für den Staat.

Ein Beispiel: Die 175-Megawatt-Anlage in Rafsanjan. Sie gehört einer IRGC-Verbundfirma, die mit chinesischen Investoren zusammenarbeitet. Sie produziert täglich über 40 Bitcoin. Und sie gibt 100 % ihrer开采 an die Zentralbank ab. Keine Ausnahmen. Keine Verhandlungen. Das ist der Standard. Die kleinen Miner? Sie sind die Deckung. Sie halten den Markt am Leben, damit die großen Systeme funktionieren.

Eine riesige staatliche Mining-Farm in Rafsanjan leitet Bitcoin direkt in eine Zentralbank-Vault, während kleine Miner mit kaputten Geräten stehen.

Was passiert, wenn man sich weigert?

Wer sich weigert, 30 % abzuliefern, verliert seine Lizenz. Und dann passiert etwas Schlimmes: Der Strom wird abgestellt. Nicht nur für die Miner. Sondern für die ganze Anlage. Strom ist in Iran knapp. Und die Regierung hat klargestellt: Kein Strom für illegale Miner. Kein Strom für unregistrierte Geräte. Kein Strom für die, die sich nicht an die Regeln halten.

Im Dezember 2024 gab es landesweite Stromausfälle. Die Regierung sagte: Das liegt an illegalen Minern. Sie haben sich nicht registriert. Sie haben keinen Stromverbrauch gemeldet. Sie haben nicht abgeliefert. Also wurden 87 große Anlagen abgeschaltet. Tausende ASICs wurden beschlagnahmt. Die Polizei hat in Wohnhäusern, Fabriken und Lagerhallen nach versteckten Minern gesucht. Die Strafen: bis zu fünf Jahre Gefängnis. Und das, obwohl Kryptominen in Iran eigentlich legal ist.

Die Widersprüche

Iran will Kryptowährungen nutzen - aber nicht für seine Bürger. Die Zentralbank erlaubt Mining, aber verbietet den Handel mit Krypto gegen Rial. Die Bürger dürfen keine Bitcoin kaufen, um ihre Ersparnisse zu schützen. Sie dürfen keine Ethereum für Importe nutzen. Sie dürfen keine Stablecoins als Alternative zum Rial nehmen. Die Regierung sagt: Das ist eine Bedrohung für die nationale Währung. Aber sie selbst nutzt Kryptowährungen als Währungsbrücke - für Öl, Waffen und Gold.

Die iranische Fintech-Association hat protestiert. Sie sagt: Die Datenanforderungen sind zu weitreichend. Die Bank verlangt Zugang zu IP-Adressen, Transaktionsprotokollen, Hardware-IDs - sogar zu den Namen der Familienmitglieder der Miner. Das ist kein Datenschutz. Das ist Überwachung. Aber die Regierung hört nicht zu. Die Lizenzen sind nicht verhandelbar. Die Abgaben sind nicht freiwillig.

Links: Iraner dürfen keine Kryptowährungen kaufen; rechts: Die Zentralbank handelt Bitcoin gegen Gold und Öl, mit 30%-Abgabe-Symbolik.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Iran hat einen neuen Weg gefunden, mit Sanktionen umzugehen. Es hat aus einer Schwäche eine Waffe gemacht. Kryptominen ist nicht mehr ein Hobby. Es ist ein staatliches Projekt. Die Zentralbank ist nicht mehr nur eine Bank. Sie ist ein Mining-Konzern, der mit staatlicher Macht operiert. Die Miner sind keine Unternehmer mehr. Sie sind Zwangsarbeiter in einem digitalen System, das sie nicht kontrollieren.

Die globale Krypto-Community hat diesen Schritt ignoriert. Niemand spricht davon. Aber es ist eine der wichtigsten Entwicklungen in der Kryptowelt seit Jahren. Iran hat gezeigt: Wenn ein Staat genug Macht hat, kann er Mining nicht nur regulieren - er kann es versklaven. Und er kann es als Werkzeug nutzen, um die Weltwirtschaft zu umgehen.

Was kommt als Nächstes? Die Zentralbank plant, eine eigene digitale Währung zu launchen - den digitalen Rial. Aber das wird kein Freiheitsmittel sein. Es wird ein Kontrollmittel. Mit ihm wird der Staat nicht nur die Transaktionen sehen. Er wird sie steuern. Und wer sich weigert, wird ausgeschlossen. Ohne digitale Währung - keine Einkäufe. Keine Reisen. Kein Leben.

Wie reagieren die Miner?

Viele haben aufgehört. Andere sind nach Aserbaidschan, Georgien oder in die Türkei gegangen. Dort gibt es keine Pflichtabgaben. Dort kann man seine开采 behalten. Aber die, die bleiben, haben keine Wahl. Sie schürfen. Sie liefern. Und sie hoffen, dass der Rial nicht noch schneller fällt als ihre Einkünfte.

Ein Miner aus Teheran sagte: „Ich schürfe nicht, weil ich reich werden will. Ich schürfe, weil ich überleben will. Aber ich weiß: 30 % meines Gewinns geht an jemanden, der mich nicht kennt. Und der mich nicht schützt.“

Ist Kryptominen in Iran legal?

Ja, aber nur unter strengen Bedingungen. Kryptominen ist legal, wenn man eine Lizenz von der iranischen Zentralbank hat. Ohne Lizenz ist es illegal und wird mit Stromabschaltung, Beschlagnahmung der Hardware und Gefängnis bestraft. Die Lizenz verlangt die vollständige Transparenz der Mining-Aktivitäten und die Abgabe von 30 % der开采 an die Zentralbank.

Warum zahlt die Zentralbank unter Marktpreis?

Die Zentralbank zahlt unter Marktpreis, um Gewinne zu maximieren. Sie kauft die Coins günstig von den Minern und verkauft sie später zu höheren Preisen auf internationalen Märkten. Der Unterschied ist ein staatlicher Gewinn, der zur Finanzierung von Importen und zur Stabilisierung des Rial eingesetzt wird. Es ist kein Marktmechanismus - es ist eine Zwangsabgabe.

Wie viel Strom verbrauchen iranische Miner?

Iranische Mining-Operationen verbrauchen geschätzt 2,5 Gigawatt Strom pro Tag - das entspricht etwa 10 % des gesamten nationalen Stromverbrauchs. Diese Last hat zu landesweiten Stromausfällen geführt, besonders in den Wintermonaten. Die Regierung hat deshalb Mining-Operationen in Regionen mit hoher Energieproduktion konzentriert und illegale Anlagen abgeschaltet.

Wer kontrolliert die größten Mining-Farms in Iran?

Die größten Mining-Farms werden von der Revolutionsgarde (IRGC) und staatlichen Unternehmen kontrolliert. Sie haben Zugang zu privaten Kraftwerken, bevorzugtem Strom und staatlicher Finanzierung. Ein Beispiel ist die 175-Megawatt-Anlage in Rafsanjan, die in Kooperation mit chinesischen Investoren betrieben wird. Diese Anlagen liefern fast 100 % ihrer开采 an die Zentralbank.

Können iranische Bürger Kryptowährungen kaufen?

Nein. Der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen gegen Rial ist seit Dezember 2024 vollständig verboten. Die Zentralbank hat alle Online-Plattformen blockiert, die solche Transaktionen ermöglichten. Bürger dürfen Kryptowährungen nicht als Zahlungsmittel nutzen. Sie dürfen sie nicht als Sparform verwenden. Sie dürfen sie nur als Pflichtabgabe an die Zentralbank liefern - wenn sie Miner sind.

Was passiert mit den abgegebenen Coins?

Die Zentralbank hält die abgegebenen Coins in digitalen Brieftaschen. Sie verkauft sie an ausländische Händler, die bereit sind, sie gegen Öl, Gold, Medikamente oder andere Waren zu tauschen. So umgeht Iran die US-Sanktionen. Die Einnahmen fließen in staatliche Kassen und werden zur Finanzierung von Importen, Militärausgaben und Subventionen verwendet.

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