Cat.Ex ist eine Kryptobörse, die seit 2018 operiert und sich besonders durch niedrige Handelsgebühren und ein einzigartiges Mining-System hervorhebt. Doch hinter dem attraktiven Angebot verstecken sich hohe Abhebegebühren, fehlende Regulierung und strenge Länderbeschränkungen. Für viele Trader klingt das Angebot verlockend - doch ist Cat.Ex wirklich sicher und sinnvoll? Diese Review klärt auf, was wirklich hinter der Plattform steckt.
Wie funktioniert Cat.Ex?
Cat.Ex ist eine zentrale Kryptobörse, die sich auf Spot-Handel mit 1:1 Hebelwirkung spezialisiert. Es gibt keine Margin-Handel, keine Futures oder Optionen - nur direkter Kauf und Verkauf von Kryptowährungen. Die Plattform unterstützt rund 29 verschiedene Coins und 40 Handelspaare. Das klingt nicht nach Binance oder Kraken, aber für Nutzer, die sich auf gängige Tokens wie Bitcoin, Ethereum oder USDT konzentrieren, reicht es aus. Das Besondere an Cat.Ex: Du verdienst CATT-Token, während du handelst. Dieses System nennt sich „Transaction Mining“. Jedes Mal, wenn du eine Transaktion ausführst, bekommst du bis zu 50 % deiner Handelsgebühren als CATT-Token zurück. Je mehr CATT du besitzt, desto höher ist der Prozentsatz. Das macht es zu einer Art passiver Einkommensquelle - ohne Staking oder Yield Farming.Die CATT-Token-Wirtschaft: Hohe Belohnungen, komplexe Regeln
CATT ist das Herzstück von Cat.Ex. Es ist nicht nur eine Belohnung - es ist auch dein Schlüssel zu niedrigeren Gebühren. Die Plattform hat ein 11-stufiges System, das dir Rabatte auf Abhebegebühren gewährt. Wer 20 Millionen CATT-Token hält, zahlt gar keine Abhebegebühren mehr. Klingt toll? Ja - aber hier liegt das Problem. Um diese oberen Stufen zu erreichen, musst du extrem viel CATT kaufen oder über Monate hinweg handeln. Ein durchschnittlicher Trader mit 50.000 CATT-Token erhält nur einen 10 % Rabatt auf Abhebegebühren. Das bedeutet: Wenn du 100 USDT abheben willst, zahlst du immer noch 3,50 USDT. Und das ist kein Fehler - das ist die Standardgebühr von 3,5 %, die für alle gilt, die nicht die oberste Stufe erreichen. Viele Nutzer berichten, dass das System verwirrend ist. Die Erklärungen auf der Website sind unklar. Es gibt keine klare Tabelle, die zeigt, wie viel CATT du für welchen Rabatt brauchst. Du musst es selbst ausprobieren - und dabei Geld verlieren.Hohe Abhebegebühren: Der größte Haken
Die 3,5 % Abhebegebühr ist der größte Kritikpunkt an Cat.Ex. Vergleichbar mit anderen Börsen? Nein. Binance berechnet 0,1 % für Bitcoin-Abhebungen, Kraken 0,0005 BTC, Coinbase 0,0004 BTC. Cat.Ex verlangt 0,0005 BTC - das ist fast das Gleiche. Aber bei USDT? Cat.Ex verlangt 5 USDT - das sind 5 % bei einer Abhebung von 100 USDT. Bei 1.000 USDT sind es noch 0,5 % - aber bei kleinen Beträgen ist es katastrophal. Wenn du häufig kleinere Beträge abhebst - etwa um Gewinne zu sichern oder deine Ausgaben zu decken - summieren sich diese Gebühren schnell. Ein Nutzer aus Brasilien berichtete, dass er in drei Monaten 120 USDT an Abhebegebühren gezahlt hat, obwohl er nur 2.000 USDT insgesamt abgehoben hatte. Das ist kein Handel - das ist eine Steuer.
Sicherheit: Zwei-Faktor-Authentifizierung - aber sonst?
Cat.Ex bietet die üblichen Sicherheitsmaßnahmen: Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Anmeldung, Handel und Abhebungen. Das ist das Minimum - und es ist da. Aber es gibt keine Versicherung, keine Cold Storage-Transparenz, keine Audits von Drittanbietern. Die Plattform sagt nicht, wo die Kryptowährungen gespeichert werden. Keine öffentlichen Berichte. Keine Beweise. Und dann kommt der größte Risikofaktor: Cat.Ex ist nicht reguliert. Keine SEC, keine FCA, keine BaFin. Die Plattform ist in China registriert - aber China hat seit 2021 alle Kryptobörsen verboten. Das bedeutet: Cat.Ex operiert in einem rechtlichen Graubereich. Wenn die chinesischen Behörden einschreiten, gibt es keine Garantie, dass du dein Geld zurückbekommst. Nutzer aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Kanada und Frankreich dürfen Cat.Ex nicht nutzen - und das aus gutem Grund. Die Plattform blockiert diese Länder bewusst, weil sie keine Lizenz hat. Wenn du trotzdem über VPN zugreifst, tust du das auf eigene Gefahr.Benutzerfreundlichkeit: Einfach für Anfänger? Nicht wirklich
Cat.Ex hat eine übersichtliche Oberfläche. Die Charts sind sauber, die Order-Buttons klar platziert. Für einen Anfänger klingt das ideal. Aber dann kommt die Realität: Die Gebührenstruktur, das CATT-System, die Limitierungen bei Ein- und Auszahlungen - das alles ist nicht intuitiv. Einige Coins, wie XRP, kannst du einahlen - aber nicht abheben. Andere, wie IOST, kannst du abheben - aber nicht einzahlen. Das ist kein technischer Fehler - das ist eine bewusste Einschränkung. Die Plattform steuert, welche Coins du nutzen kannst. Das macht langfristige Portfolio-Planung fast unmöglich. Der Kundenservice funktioniert nur über ein Ticket-System und einen Telegram-Kanal. Kein Live-Chat, keine Telefonnummer. Die Antwortzeit wird mit 24 Stunden angegeben - aber viele Nutzer warten mehrere Tage. Wenn du ein Problem hast, bist du auf dich allein gestellt.
Wer sollte Cat.Ex nutzen?
Cat.Ex ist keine Börse für Anfänger, die Sicherheit suchen. Sie ist auch keine Börse für Anleger, die langfristig halten wollen - die 3,5 % Abhebegebühr frisst deine Gewinne auf. Sie ist nur für eine kleine Gruppe sinnvoll: Traders aus Ländern, die Cat.Ex erlaubt haben, die regelmäßig handeln und CATT-Token sammeln wollen. Wenn du täglich mehrere Trades machst, die Gebühren zurückbekommst und langfristig auf die 11-stufige Rabattstufe hinarbeitest - dann könnte es sich lohnen. Aber selbst dann: Du musst bereit sein, das Risiko zu tragen. Keine Regulierung. Keine Rechtsbehelfe. Keine Transparenz. Wenn Cat.Ex morgen offline geht, hast du keine Chance, dein Geld zurückzuholen.Alternativen: Warum Binance, Kraken oder Bybit besser sind
Wenn du nach einer sicheren, regulierten Börse suchst, gibt es bessere Optionen:- Binance: Niedrige Gebühren, 600+ Coins, reguliert in mehreren Ländern, gute Sicherheit.
- Kraken: Reguliert in der EU und USA, transparente Sicherheitsprotokolle, niedrige Abhebegebühren.
- Bybit: Gute Handelswerkzeuge, 0,1 % Abhebegebühr, auch für Anfänger geeignet.
Fazit: Ein riskantes Spiel mit niedrigen Handelsgebühren
Cat.Ex ist kein Betrug - aber es ist auch keine vertrauenswürdige Börse. Es ist eine Nischenplattform, die auf niedrige Handelsgebühren und ein komplexes Token-System setzt. Wer bereit ist, hohe Abhebegebühren zu akzeptieren, keine Regulierung zu brauchen und sich in ein undurchsichtiges System einzukaufen, könnte hier handeln. Aber für die meisten Trader - besonders in Europa - ist Cat.Ex die falsche Wahl. Die Risiken überwiegen die Vorteile. Die 3,5 % Abhebegebühr ist kein kleiner Nachteil - sie ist ein Dealbreaker. Und ohne Regulierung bleibt die Plattform ein Wildwest-Ort, wo du dein Geld riskierst, ohne rechtliche Absicherung. Wenn du Kryptowährungen handeln willst - wähle eine Börse, die dich schützt. Nicht eine, die dich nur mit CATT-Token lockt.Ist Cat.Ex sicher?
Cat.Ex bietet grundlegende Sicherheitsfunktionen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung, aber es gibt keine Regulierung, keine unabhängigen Audits und keine Transparenz über die Speicherung von Kryptowährungen. Die Plattform ist in China registriert, wo Kryptobörsen seit 2021 verboten sind. Das macht Cat.Ex rechtlich unsicher. Nutzer aus den USA, der EU, Großbritannien und Kanada dürfen die Plattform nicht nutzen - und das aus gutem Grund. Wenn die Plattform geschlossen wird, hast du keine rechtlichen Möglichkeiten, dein Geld zurückzufordern.
Warum sind die Abhebegebühren bei Cat.Ex so hoch?
Cat.Ex verlangt eine Standard-Abhebegebühr von 3,5 %, unabhängig vom Coin. Diese Gebühr kann nur durch den Besitz von CATT-Token reduziert werden - aber nur bei extrem hohen Mengen (20 Millionen CATT). Für die meisten Nutzer bleibt die Gebühr bei 3,5 %. Das ist deutlich höher als bei regulierten Börsen wie Binance (0,1 %) oder Kraken (0,0005 BTC). Die Gebühr dient als Einkommensquelle für die Plattform, da sie sonst kaum Gewinne aus Handelsgebühren macht.
Kann ich Cat.Ex in Deutschland nutzen?
Nein. Cat.Ex blockiert Nutzer aus Deutschland, da die Plattform keine Lizenz von der BaFin oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde hat. Selbst wenn du einen VPN nutzt, verstößt du gegen die Nutzungsbedingungen. Sollte deine Kontonummer oder IP-Adresse entdeckt werden, wird dein Konto gesperrt - und dein Geld könnte eingefroren bleiben. Es gibt keine Garantie, dass du es zurückbekommst.
Was ist CATT und wie bekomme ich es?
CATT ist das native Token von Cat.Ex. Du bekommst es als Rückerstattung von bis zu 50 % deiner Handelsgebühren - je nachdem, wie viel CATT du bereits besitzt. Je mehr CATT du hast, desto mehr bekommst du zurück. Es ist kein Staking-Token - du kannst es nicht verleihen oder in Yield-Farming einsetzen. Es dient nur dazu, Abhebegebühren zu senken. CATT kann nicht auf anderen Börsen gehandelt werden - nur auf Cat.Ex selbst.
Gibt es bei Cat.Ex Copy Trading oder Staking?
Nein. Cat.Ex bietet weder Copy Trading, noch Social Trading, noch Staking oder Yield Farming. Die einzige passive Einkommensquelle ist das Transaction Mining - also das Sammeln von CATT-Token durch Handel. Du kannst deine Kryptowährungen nicht an die Plattform verleihen, um Zinsen zu verdienen. Das ist ein großer Nachteil im Vergleich zu Binance oder Kraken, die solche Funktionen anbieten.
Wie lange dauert eine Einzahlung bei Cat.Ex?
Einzahlungen werden in der Regel innerhalb von 10 bis 60 Minuten verarbeitet, je nach Netzwerklast. Bei Bitcoin und Ethereum ist die Geschwindigkeit ähnlich wie bei anderen Börsen. Allerdings gibt es Probleme mit bestimmten Coins: Einige Coins können eingezahlt, aber nicht abgehoben werden (z. B. XRP), andere umgekehrt. Das macht die Planung von Handelsstrategien schwierig. Prüfe immer vor der Einzahlung, ob der Coin auch abgehoben werden kann.
1 Kommentare
Ich hab Cat.Ex letztes Jahr mal ausprobiert, nachdem ich die CATT-Rabatte gelesen hatte. War ein Fehler. Die 3,5 % Abhebegebühr bei USDT ist ein Witz-ich hab 200 USDT abgehoben und 7 Dollar Gebühren gezahlt. Das ist kein Trading, das ist Steuer auf dein eigenes Geld. Und die CATT-Tabelle? Die ist so unklar, als hätte sie ein Algorithmus aus einem Chatbot generiert. Keine Tabelle, keine Erklärung-nur 'probier’s aus und verlier Geld'. Ich hab’s wieder rausgenommen. Binance ist einfach besser, günstiger, und ich schlafe nachts.